Meriniden

Meriniden
Meriniden,
 
Bẹni Marin, Bạnu Marin, Berberdynastie in Marokko (1269-1420/65). Sie bekämpften die Almohaden und nahmen 1248 Fès, 1269 Marrakesch ein. Sie griffen dann wie die Almohaden auf Spanien über (Schlacht bei Écija 1275; Einnahme Gibraltars 1309), mussten sich aber nach der Einnahme von Algeciras durch Alfons XI. 1344 von dort zurückziehen. Nach längeren Kämpfen, auch mit den Portugiesen, und dynastischen Streitigkeiten erlagen die Meriniden 1420 den Wattasiden. Der letzte Schattenherrscher der Meriniden starb 1465. - Förderer von Kunst und Literatur; in Baukunst und -dekor kam es zu einer Nachblüte des maurischen Stils.
 
 
M. Shatzmiller: L'historiographie mérinide (Leiden 1982);
 A. Khaneboubi: Les premiers sultans mérinides (1269-1331), histoire politique et sociale (Paris 1987).

Universal-Lexikon. 2012.

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